Auf den Spuren der Mennoniten und Täufer - Reisen
 
 
GO!

Auf den Spuren der Mennoniten und Täufer - 5 Tage

Reise als PDF speichern Reise drucken
Termin:
30.05.2021 - 03.06.2021
Preis:
ab 1140 Fr. pro Person

Unterwegs auf den lieblichen Jurahöhen und im malerischen Emmental

Täufer (früher auch Wiedertäufer oder Anabaptisten genannt) sind im zweiten Viertel des 16. Jahrhunderts in den deutsch und niederländisch sprachigen Teilen Europas entstanden.

Bis Mitte des 18. Jahrhunderts wurden die Täufer wegen ihren Überzeugungen verfolgt und noch im 20. Jahrhundert wurden sie als Dienstverweigerer bestraft. Viele wanderten in europäische Länder oder nach Amerika aus. Andere flüchteten auf die zum Fürstbistum Basel gehörenden Jurahöhen. Die heute 13 Mennoniten- oder Alttäufer-Gemeinden der Schweiz sind alle in der Nordwestschweiz, zwischen Langnau i.E., Basel und La Chaux-de-Fonds angesiedelt.

Unsere Reise in die Geschichte und Gegenwart berührt einige wichtige Orte und Gegebenheiten aus der teils wenig bekannten, aber umso interessanteren Entstehung dieser Gemeinden. Diese spannenden, vielen eher unbekannten Gegebenheiten, werden umrundet und ergänzt mit Begegnungen und Gesprächen. Die herrliche Natur und weitere Sehenswürdigkeiten des Emmentals und der Jurahöhen bieten einen herrlichen Rahmen. Da meine Wurzeln selber in der Täuferbewegung liegen, freue ich mich, euch einen Teil dieser Geschichte zu zeigen.

Markus Mosimann, Pastor und Reiseleiter

Reiseprogramm

1. Tag | Sonntag | 30. Mai 2021
Zürich - Täuferhöhle Bäretswil - Emmental

Treffpunkt um 09.00 Uhr am Busparkplatz Zürich Sihlquai unmittelbar neben dem Hauptbahnhof.
Zu Fuss entlang der Limmat erreichen wir den Lindenhof und verschaffen uns einen Überblick über die kleine Stadt, die sich zur Zeit der Reformation von der kirchlichen Vorherrschaft lösen wollte.
Wir thematisieren den Reformator Huldrich Zwingli sowie die Täufer Manz, Grebel und Blaurock.
Gemeinsam vertraten sie in Zürich die Anliegen der Reformation: Die Autorität der Bibel ist wichtiger als das Diktat des Bischofs von Konstanz.
Trotz wiederholten Verhaftungen und zuletzt Androhung der Todesstrafe predigten und tauften Manz und seine Gefährten weiter. Am 5. Januar 1527 wurde Felix Manz als erster Täufer auf Geheiss des Rates in der Limmat ertränkt. Bei der Schipfe an der Limmat erinnert eine Gedenktafel daran.

Anschliessend Fahrt nach Bäretswil, wo wir nach einem kleinen Spaziergang die Täuferhöhle erreichen. Nachdem die Täufer 1526 von der Zürcher Kantonsregierung mit dem Tod bedroht wurden, zogen sich einige von ihnen hierher zurück. Bei Grabungen kamen 1830 im Innern der Höhle Nischen mit Besteck und bemalten Kacheln zum Vorschein. Als Mittagsimbiss werden wir hier grillieren. Dann Fahrt Richtung Emmental und Zimmerbezug im Hotel in Burgdorf, wo wir auch zu Abend essen.

2. Tag | Montag | 31. Mai 2021
Schloss Trachselwald - Täuferpfad

Heute fahren wir nach Trub auf den Hof von Familie Fankhauser. Unter dem mächtigen Dach des über 400-jährigen Bauernhauses befindet sich ein Relikt aus der Zeit der Täuferverfolgung: das einzige noch zugängliche Täuferversteck der Schweiz!
Jahrelange Forschungsarbeiten brachten Licht in ein vergessenes und verschwiegenes Kapitel Schweizer Geschichte. Nebst persönlichen Ausführungen von Fankhausers gewährt eine Ausstellung Einblicke in die Geschehnisse der damaligen Zeit.
Danach geniessen wir auf dem Hof ein währschaftes emmentaler Mittagessen.

Unsere Fahrt geht weiter zum Schloss Trachselwald. Dieser Ort steht wie kein zweiter für die Geschichte der Täufer in der Schweiz und gilt als Symbol für deren Repression durch einheimische politische und kirchliche Obrigkeiten. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts war hier der Täufer-Lehrer Hans Haslibacher eingekerkert, der im Spätherbst 1571 als letzter von über vierzig Täufern im Kanton Bern hingerichtet wurde.
Der heutige «Schlossherr» Martin Hunziker wird uns einen Einblick geben, welche traurige Geschichte das Schloss Trachselwald im Zusammenhang mit den Täufern gespielt hat. Abendessen und Übernachtung im Hotel in Burgdorf.

3. Tag | Dienstag | 1. Juni 2021
Creux du Van - Täuferbrücke

Der heutige Tag führt uns zuerst Richtung Drei-Seen-Land und anschliessend zum «Creux du Van» an der Grenze der Kantone Neuenburg und Waadt. Der Ort mit bis zu 160 Meter hohen und senkrecht abfallenden Felswänden ist auch als Grand Caynon der Schweiz bekannt. Hier rasten wir für den Mittag, bevor es nach Corgémont im Berner Jura geht.
Wir begeben uns auf eine leichte Wanderung (Distanz ca. 6 ½ km, Dauer ca. 1 ½ Stunden). Unser Ziel ist die Täuferbrücke im Herzen des Naturparks Chasseral. Geheimnisvoll anmuten die Inschriften aus dem 17. Jahrhundert in der Steinwand der Schlucht, die bis heute nicht entziffert werden konnten. Wir passieren die neue Täuferbrücke und steigen in unseren Bus. Dieser bringt uns zum Hotel Crystal in Saignelégier. Der Spa-Bereich mit den beheizten Pools ist zum Entspannen bestens geeignet. Gemeinsames Abendessen im Hotel und Übernachtung.

4. Tag | Mittwoch | 2. Juni 2021
Jeanguisboden und Natur im Jura

Von Saignelégier Fahrt nach La Tanne und weiter bis zum «Jeanguisboden». Hier befindet sich die bekannte, auf historische Gegebenheiten fundierende Kapelle Jean Gui, Heimat der Evangelischen Mennonitengemeinde Sonnenberg. Die Kapelle Jean Gui beherbergt das Archiv und die Bibliothek mit seinen Bibeln, Dokumenten und Objekten aus der 450-jährigen Glaubensgeschichte der Täufer. Hier geniessen wir auch ein Mittagessen mit lokalen Spezialitäten.
Von der Kapelle unternehmen wir eine kurze Wanderung hinauf über das «Chant du Vent» bis zur «Höhe» und weiter zum Jeanbrenin. Hier befindet sich auch einer der Stationen der bekannten «Stiftung für das Pferd» (Le Roselet, Le Jeanbrenin und Maison Rouge). Je nach Lust und Laune können wir die Wanderungen auch bis nach Tramelan fortsetzen und so die herrliche Natur des Juras eindrücklich erleben. Rückkehr zur Unterkunft und freie Zeit. Abendessen und Übernachtung.

5. Tag | Donnerstag | 3. Juni 2021
Gorges du Pichoux - «Geisskirchlein» - Heimreise

Fahrt entlang dem «Moron» über les Genevez nach Pichoux. Hier unternehmen wir eine Wanderung in die Gorges du Pichoux zum so genannten «Geisskirchlein», einem der Wallfahrtsorte der Täufer. Es handelt sich nicht um eine Kirche im üblichen Sinne - nein, es ist eine Grotte! Am Fusse der Grotte befindet sich eine Gedenktafel und 2 Inschriften mit der Jahreszahl 1779. Die etwa 3 km lange Rundwanderung auf einem Teil des Wanderweges Le Pichoux bietet einen herrlichen Ausblick, der den Abschluss unserer Tour auf den Spuren der Täufer bildet. Mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck fahren wir anschliessend mit dem Bus zurück nach Zürich, wo wir um ca. 18:00 Uhr ankommen.

Rundreise Hotel***

  • Doppelzimmer Ehepaar
    1140 Fr.
  • Doppelzimmer Frauen
    1140 Fr.
  • Doppelzimmer Männer
    1140 Fr.
  • Einzelzimmer
    1285 Fr.

Abfahrtsorte

  • z.B. Kemptthal - Kemptthal, Autobahnraststätte
    0 Fr.

PREISE PRO PERSON

  • Doppelzimmer CHF 1140.-
  • Einzelzimmerzuschlag CHF 145.-

NICHT INBEGRIFFEN

  • Trinkgelder
  • Reiseversicherung (Annullierungskosten- und SOS-Schutz)
  • Getränke und zusätzliche Mahlzeiten

UNTERKUNFT
In guten, landestypischen 3-Stern-Hotels. Zimmer mit Bad / Dusche, WC, TV und Telefon.

REISEBEGLEITUNG
Markus Mosimann, Pastor der Chrischona Neftenbach & Reiseleiter

Inklusivleistungen

  • Reise im Komfortbus
  • 4 Übernachtungen in ausgesuchten 3-Sterne Hotels
  • Halbpension auf der gesamten Rundreise
  • 2x Mittagessen mit lokalen Spezialitäten
  • Rundreise inkl. Eintritte und Besichtigungen gem. Programm
  • Reisebegleitung durch Markus Mosimann und lokale Personen
  • Andachten

Specials

  • Treffen mit Mitgliedern von Mennonitengemeinschaften
  • Täuferversteck bei Familie Fankhauser in Trub
  • Geschichtliche Wanderungen im schönen Emmental und Jura