Auf den Spuren der Täufer
mit Claudius Buser und Brigitte & Markus Mosimann
24.04.2027 - 01.05.2027
Highlights
  • Inputs von Claudius Buser, Dozent für Kirchengeschichte am tsc
  • Spannende Einblicke in die Täuferbewegung an Originalschauplätzen
  • Besuch im wunderschönen «Garten Europas»: Keukenhof
  • Stadtbesichtigungen in Strassburg und Amsterdam
Von Zürich bis Amsterdam auf den Spuren der Täufer

Geschichte hilft uns, unsere Welt besser zu verstehen und uns in der Gegenwart besser zurechtzufinden. Wir begeben uns eine Woche lang auf die Spuren der Täufer in der Schweiz, Frankreich, den Niederlanden und Deutschland, die vor 502 Jahren in Zürich gegründet wurden und dieses Jahr 500-Jahre «Schleitheimer Artikel» feiern. Dabei begegnen wir interessanten Persönlichkeiten, schönen Landschaften und historischen Themen, die heute noch relevant sind.

Im 16. Jahrhundert stellen Menschen aus Ulrich Zwinglis Umfeld Fragen und vertreten Meinungen, die ihm nicht gefallen. Obwohl man sich in den Kernfragen der reformatorischen Lehre einig ist, lehnt Zwingli ihre anderen theologischen Ansichten und ihre Haltung zum Staat ab. Enttäuscht wenden sich diese Personen von Zwingli ab und gehen ihren eigenen Weg. Dieser führt zu grossen Schwierigkeiten und Verfolgung. Trotzdem verkündigen sie mutig das Evangelium, organisieren sich unabhängig vom Staat und gründen die ersten Freikirchen.

Die Täufer, die zur Zeit der Reformation in Teilen der Schweiz, Deutschlands und den Niederlanden bis zu einem Drittel der Bevölkerung ausmachten, waren eine entschlossene Gruppe von Christen, die die herrschenden Schichten in Kirche und Staat meist friedlich herausforderten. Sie wurden stark verfolgt; viele wurden gefangen genommen, gefoltert und hingerichtet. Dennoch überlebte die Bewegung und fand weltweit Anhänger.

Reisebegleitung

Reisebegleitung

Claudius Buser

Claudius Buser ist Dozent für Kirchengeschichte des Theologischen Seminars St. Chrischona (tsc). Die Kirchengeschichte fasziniert Claudius Buser immer wieder aufs Neue. Mit grosser Kompetenz und Leidenschaft führt er regelmässig Gruppen an kirchengeschichtlich spannende Orte. Dabei fesselt der Dozent für Kirchengeschichte mit Anekdoten und Erzählungen rund um die historischen Personen, auf deren Spuren er sich mit den Gruppen begibt. Ganz nach dem Motto: Unsere Herkunft zu kennen hilft uns, die Gegenwart zu verstehen und für die Zukunft gewappnet zu sein.

Brigitte & Markus Mosimann

Brigitte und Markus Mosimann sind sozusagen das perfekte Gastgeberehepaar. Als Mitarbeiter und Busfahrer von Surprise und Pastor der RegiChile Bauma vereint Markus seine Leidenschaft fürs Reisen mit dem christlichen Glauben optimal. Brigitte liebt Städte und Geschichten – eine Leidenschaft, die sie als Reiseleiterin bestens einbringen kann. Ihr gemeinsames Motto: «Ein busfahrender Pastor und eine Reiseleiterin haben eines gemeinsam; sie haben das Privileg, mit anderen Menschen ein Stück Weg gemeinsam zu gehen.»

Programm

Tag
Datum
Programm
Wir starten in Zürich auf den Spuren der ersten Täufer, die 1525 – also vor genau 502 Jahren – das Täufertum aus der Wiege hoben. Dabei begegnen wir an den Originalschauplätzen dem Reformator Ulrich Zwingli und den bedeutenden Figuren der frühen Täuferbewegung Felix Manz, Conrad Grebel und Georg Blaurock, die von Weggefährten zu Kontrahenten Zwinglis werden. Gemeinsam vertraten sie in Zürich die Anliegen der Reformation: Die Autorität der Bibel ist wichtiger als das Diktat des Bischofs von Konstanz. Trotz wiederholten Verhaftungen und zuletzt Androhung der Todesstrafe predigten und tauften Manz und seine Gefährten weiter. Vor genau 500 Jahren, am 5. Januar 1527 wurde Felix Manz als erster Täufer auf Geheiss des Rates in der Limmat ertränkt. Wir spazieren an der Limmat entlang – bei der Schipfe an der Limmat erinnert eine Gedenktafel daran. Am Nachmittag fahren wir weiter nach Basel, wo wir die Basler Täufer kennenlernen. Wir begeben uns auf eine kirchengeschichtliche Stadtführung durch Basel. Durch seine strategische Lage am Rhein und seine Bedeutung als Handelsstadt war Basel ein Knotenpunkt für den Austausch von Ideen und Schriften. Die wunderschöne Altstadt und ihre Frömmigkeitsgeschichte werden uns in den Bann ziehen. Dabei begegnen uns Täuferführer wie Wilhelm Reublin, (1484-1559) und David Joris (1501-1556). Am späteren Nachmittag fahren wir nach Kehl bei Strassburg.
Am Morgen erleben wir in Strassburg eine Führung. Die Stadt ist durch ihren eher toleranten Umgang mit den Täufern für einige Zeit zu einem wichtigen Ort des Täufertums geworden, wobei sich tolerantere Zeiten und Verfolgung und Ausweisungen abwechselten. Hier begegnen uns Calvin und Idelette de Bure, Calvins Frau und ehemalige Täuferin, Melchior Hofmann, ein wichtiger Täuferführer, Martin Bucer, Matthäus und Katharina Zell und andere wichtige Personen der Reformations- und Täuferzeit. Am Nachmittag Weiterfahrt nach Aachen für eine Zwischenübernachtung.
Holland war das Traumziel vieler Täufer, weil dort früh Toleranz gegenüber den Täufern herrschte. Wir lernen die Geschichte der Täufer in den Niederlanden kennen und widmen uns auch dem Leben von Menno Simons (1496-1561), der einer der bedeutendsten Täufergruppen – den Mennoniten – ihren Namen gab. Mit Menno Simons wuchs den Täufern in den Niederlanden nach dem Ende der Täuferherrschaft zu Münster ein neuer Anführer heran. Er war nicht der Begründer, wohl aber der bedeutendste Seelsorger, Missionar und Organisator eines Täufertums, das sich in einigen Regionen Nordeuropas zu abgesonderten und friedfertigen Gemeinden zu sammeln begann und deren Mitglieder bald zu den «Stillen im Lande» zählten. Diese Bezeichnung deutet darauf hin, dass Mennoniten oft als ruhig und unaufdringlich wahrgenommen wurden, im Gegensatz zu anderen religiösen Gruppen, die lauter oder sichtbarer waren. Am Nachmittag lernen wir Amsterdam bei einer Grachtenfahrt kennen und am Abend treffen wir in unserem Hotel an der Küste ein, wo wir für die nächsten drei Nächte sind. Abendessen im Hotel.
Wir fahren weiter nach Haarlem. Hier lernen wir die Täufer von Haarlem kennen. Schon früh, ab 1530 begann eine Gruppe von Täufern hier zu wirken. Es gab rasch Verfolgungen (Märtyrer Anneken Ogiers und Ioriaen Simons) trotzdem wuchs die Gemeinde zu einem Zentrum des Täufertums heran. Jan Matthys, der wichtigste Täuferführer von Münster, wurde hier geboren und auch die «Königin» von Münster, Divara van Haarlem, kam hier zur Welt. Wir besuchen die Doopsgezinde Gemeinde und lernen ihre spannende Geschichte kennen. Am Nachmittag besuchen wir den Keukenhof, auch bekannt als «Garten Europas». Im Frühling ist der Besuch der Tulpenblüte ein Muss und der Keukenhof ist einer der berühmtesten Blumengärten der Welt. Hier schlendern wir durch die farbenfrohen Gärten und geniessen die atemberaubende Blumenpracht. Individuelles Abendessen.
Beim Hotel werden wir von einem örtlichen Guide abgeholt, der uns in einer Stadtführung hinter die Kulissen von Amsterdam schauen lässt. Wir erhalten einen Einblick in die bevölkerungsreichste Stadt des Königreichs der Niederlande. Am Nachmittag besteht die Möglichkeit eines Besuches in der Doopsgezinde Gemeinde in Amsterdam, die eine lange und bewegte Geschichte hat. Hier taufte Melchior Hofmann schon 1531 viele Menschen. 1535 gab es einen Skandal in Amsterdam, weil Täufer nackt durch die Strassen rannten und sogar das Ratshaus stürmten und verkündigten, dass die Wahrheit «nackt» sei. Das löste grosse Verfolgungen aus. Die Gemeinde war stark verbunden mit dem Täuferreich von Münster. Wie auch sonst in den Niederlanden wurden die Täufer nach der Unabhängigkeitserklärung von 1581 und der darauffolgenden Religionsfreiheit toleriert und die Gemeinde konnte sich im Anschluss etablieren.
In Münster, wohin 1534 die ersten Täufer aus den Niederlanden kamen, beschäftigen wir uns mit einem düsteren Kapitel dieser christlichen Bewegung. Wir lernen einige der extremen Führer des Täufertums kennen, darunter schillernde Namen wie Jan Matthys (1500-1534) und Jan van Leiden (1509-1536), der sich selbst zum König Johann I. von Münster ernannte und ein «endzeitliches Königreich» errichtete. Bei einer Stadtführung am Nachmittag kommen wir auch an der Lamberti-Kirche vorbei, deren Turm noch drei Eisenkörbe zieren. Diese Körbe erinnern an das blutige Ende des Täuferreichs in Münster. Daneben wird auch der westfälische Friede von 1648 zur Sprache kommen.
Nach der Mittagszeit kommen wir in Worms-Ibersheim an. Dort befindet sich am Kirchplatz die einzige Täuferkirche mit einem kleinen Glockenturm in Deutschland (es gab noch eine in Neuwied, Rheinland-Pfalz, diese ist aber heute ein Museum). Etwas später reisen wir weiter nach Worms selbst, wo das zweitgrösste Reformationsdenkmal der Welt steht. Wer will kann am Abend noch durch die Altstadt mit ihren malerischen Gassen, historischen Gebäuden und charmanten Plätzen schlendern.
In Worms begegnen wir eindrucksvollen Spuren der Reformation und der Täufer. Hier stand Martin Luther 1521 vor dem Reichstag und verteidigte sich gegen die Anklagen von Kaiser Karl V. Dabei interessieren uns auch Luthers Verhältnis zu den Täufern und die Arbeit der Täufer selbst in dieser Stadt und ihrer Umgebung. Denn in Worms veröffentlichten vor genau 500 Jahren die beiden Täufer Hans Denck und Ludwig Hätzer die erste deutsche Übersetzung der biblischen Prophetenbücher direkt aus dem hebräischen übersetzt. Damit waren sie fünf Jahre vor Luther mit der Übersetzung der Prophetenbücher fertig, der sie sogar für seine Übersetzung mitbenutzte. Der zuerst lutherische Pfarrer Jakob Kautz wechselte in Worms zu den Täufern und veröffentlichte vor genau 500 Jahren seine sieben spannenden Artikel, mit denen er eine Diskussion über die Ideen der Täufer anregen wollte. Am Nachmittag treten wir die Heimreise in die Schweiz an.
Programmänderungen bleiben vorbehalten.

Preise & Leistungen

PREISE PRO PERSON
SOFORTPREIS*
Doppelzimmer
CHF 1'990.-
Einzelzimmerzuschlag
CHF 490.-


NORMALPREIS
Doppelzimmer
CHF 2'140.-
Einzelzimmerzuschlag
CHF 490.-


* Mindestens die Hälfte der Plätze ist bis drei Monate vor Abreise zum attraktiven Sofortpreis buchbar.

Die Preise basieren auf einer Teilnehmerzahl von 35 Personen. Zuschlag bei 20–34 Personen: CHF vorbehalten. Mindestteilnehmerzahl 35.
Inbegriffene Leistungen
  • Reise im Komfortbus ab/bis Schweiz inkl. CO2-Kompensation
  • Übernachtungen in guten Hotels der Mittelklasse
  • Halbpension auf der gesamten Reise
  • Bettensteuer (Citytaxen)
  • Rundreise inkl. Eintritte und Besichtigungen gemäss Programm
  • Reisebegleitung durch Claudius Buser und Markus & Brigitte Mosimann
  • Lokale deutschsprechende Reiseleitung
  • Tulpenschau im Keukenhof & Abendessen im «Alten Ruderhaus» direkt am Rheinufer in Worms
  • Reiseunterlagen
Nicht inbegriffen
  • Trinkgelder (fakultativ vor Ort zu zahlen)
  • Reiseversicherung (Annullierungskosten- und SOS-Schutz)
  • Getränke und zusätzliche Mahlzeiten

 

ABFAHRTSORT
08.30 Uhr 
Zürich Sihlquai

Das sagen unsere Gäste zu dieser Reise

Christine J.

«Die Reise war für uns rundum ein Volltreffer: lockere, «aufgestellte» Atmosphäre (Es wurde viel gelacht!), fundierte (Kirchen)geschichtliche Informationen, kompetente Reiseleitung (immer unaufgeregt, freundlich, hilfsbereit) und ein Chauffeur, der auch die herausforderndsten Verkehrssituationen mit Bravour meisterte… Was will man mehr?»

Daniel B.

«Es war rundum eine gelungene und spannende Reise»

Hans H.

«Spannendes Thema, gut erläutert. Interessante Orte. Programm war nicht überladen :).»

Ruth W.

«Fröhliche gute Atmosphäre durch Markus Mosimann. Sachliche, informative, gut verständliche Auslegung durch Claudius Buser.»

Länderinformationen

Einreisebestimmungen
Falls Sie aus einem EU-Land in die Schweiz einreisen, ist eine gültige Identitätskarte (Personalausweis) oder ein Reisepass ausreichend.
Zeitverschiebung
Es gilt die Mitteleuropäischen Zeit (MEZ).
Medizinische Informationen
Für diese Destination sind keine speziellen Impfungen vorgeschrieben. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite der Schweizerischen Fachgesellschaft für Tropen- und Reisemedizin: www.healthytravel.ch oder beim Hausarzt.
Klima
Das Klima in der Schweiz ist stark saisonal geprägt. Im Winter ist vielerorts mit Regen oder Schnee zu rechnen, im Sommer kann es sehr warm sein. Im Frühling und Herbst herrschen angenehme Temperaturen zwischen 18 und 24 Grad.
Sprache
Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch sind die Landessprachen der Schweiz.
Währung
Die Landeswährung in der Schweiz ist der Schweizer Franken CHF.
Einreisebestimmungen
Für die Einreise benötigen Schweizer Bürger/innen einen gültigen Reisepass oder eine gültige Identitätskarte.
Zeitverschiebung
Zeitverschiebung zur Mitteleuropäischen Zeitzone (MEZ): keine Zeitverschiebung. Da auch Frankreich im Sommer die Zeit umstellt, besteht das ganze Jahr über keine Zeitverschiebung.
Medizinische Informationen
Für diese Destination sind keine speziellen Impfungen vorgeschrieben. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite der Schweizerischen Fachgesellschaft für Tropen- und Reisemedizin: www.healthytravel.ch oder beim Hausarzt.
Klima
Die durchschnittlichen Temperaturen im Sommer betragen zwischen 25°C bis 30°C und im Winter zwischen 5°C bis -5°C. Im Norden ist das Klima meistens wechselhafter als im Süden.
Sprache
Die Amtssprache ist Französisch.
Währung
Die Landeswährung in Frankreich ist der Euro.
Einreisebestimmungen
Für die Einreise benötigen Schweizer Bürger/innen einen gültigen Reisepass oder eine gültige Identitätskarte.
Zeitverschiebung
Zeitverschiebung zur Mitteleuropäischen Zeitzone (MEZ): keine Zeitverschiebung.
Medizinische Informationen
Für diese Destination sind keine speziellen Impfungen vorgeschrieben. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite der Schweizerischen Fachgesellschaft für Tropen- und Reisemedizin: www.healthytravel.ch oder beim Hausarzt.
Klima
Das Klima ist ähnlich wie das norddeutsche Küstenklima. Die Sommer sind warm und trocken mit viel Wind. Im Frühling und Herbst kommt es häufiger zu starken Regenfälle und Stürmen. Der Winter ist nasskalt, aber nur sehr selten fällt Schnee.
Sprache
Die Amtssprache ist Niederländisch. Es wird aber auch Deutsch, Englisch und Französisch gesprochen.
Währung
Die Landeswährung ist der Euro.
Einreisebestimmungen
Für die Einreise benötigen Schweizer Bürger/innen einen gültigen Reisepass oder eine gültige Identitätskarte.
Zeitverschiebung
Zeitverschiebung zur Mitteleuropäischen Zeitzone (MEZ): keine Zeitverschiebung. Da auch Deutschland im Sommer die Zeit umstellt, besteht das ganze Jahr über keine Zeitverschiebung.
Medizinische Informationen
Für diese Destination sind keine speziellen Impfungen vorgeschrieben. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite der Schweizerischen Fachgesellschaft für Tropen- und Reisemedizin: www.healthytravel.ch oder beim Hausarzt.
Klima
Die durchschnittlichen Temperaturen im Sommer betragen zwischen 25°C bis 30°C und im Winter zwischen 0°C bis -5°C. Im Norden ist das Klima meistens wechselhafter als im Süden.
Sprache
Die Amtssprache ist Deutsch.
Währung
Die Landeswährung in Deutschland ist der Euro.
Preis pro Person
Ab CHF 1'990.-
Wir helfen gern!
Kontakt & persönliche Beratung

Nehmen Sie unverbindlich mit uns Kontakt auf, wenn Sie Unterstützung bei der Buchung wünschen oder Fragen haben. Gerne beraten wir Sie per E-Mail, Telefon oder in Form eines persönlichen Besuchs bei uns in Winterthur!

Patrick Bolliger
Reiseberatung
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Montag – Freitag
9.00 − 12.30 | 13.30 − 17.00 Uhr

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